Intimität – so schön, so leicht, so schwer

TANTRA-Special: IntimitaetConnection ist ein Magazin, ein Verlag, ein Projekt, ein Experiment, eine Never-Ending-Story, die es eigentlich verdient hätte, sehr viel bekannter zu sein als sie es ist. Das liegt vermutlich an der Verwurzelung in der “Spiri-Szene”, an der zwar jede Menge Leute in irgend einer Form Anteil nehmen, sich aber vorsichtigerweise nicht dazu bekennen. Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten – und keiner weiß ja so genau, wo im großen bunten Blumenstrauss der Lebenskünste und Heilslehren das Licht aufhört und der Schatten beginnt.

In Sachen EROTIK ist das allerdings nicht schwierig: im westlichen Neo-TANTRA, von dem viele Connection-Magazine und Specials handeln, geht es vor allem darum, unsere Lust aus der Schmuddelecke zu befreien und andrerseits die oft leidvollen Verstrickungen bewusst zu machen, die uns Sex im Rahmen einer Liebesbeziehung oft genug beschert. Das neue TANTRA-Special “Intimität” ist uneingeschränkt empfehlenswert, auch wenn man selber nicht drauf und dran ist, ritualisierten Geschlechtsverkehr in der Gruppe praktizieren zu wollen. Die Problematik von Verschmelzungssehnsüchten bei gleichzeitiger Angst vor Nähe schwingt zum Beispiel bei fast jedem Liebespaar mit: dazu bringt das Heft ganz wundervoll tief schürfende Artikel, wie etwa “Emotional verschmolzen – und trotzdem ich selbst” von Heinz Körner, oder “Ich liebe dich – aber komm mir nicht zu nah” von Lucian Loosen.

Dankenswerterweise stehen diese Beiträge im Volltext zur Verfügung, doch ganz besonders gut gefallen haben mir auch “Mutig intim sein – sich verletzlich zeigen” von Saleem Matthias Riek, “Vorgetäuschte Orgasmen und andere Versteckspiele” (Regina Heckert), und natürlich die erotischen Szenen und Geschichten, wie etwa “Der Voyeur und die Lust sich zu zeigen”, in dem Christian Mey erzählt, was aus einer Begegnung im Chatroom folgen kann. In seiner Männerfantasie, hab ich mir schmunzelnd gedacht, aber wer weiß, wenn Mann mal das Glück hat, eine absolut neue Einsteigerin in diesem Medium zu erwischen, kann vielleicht geschehen, was hier ohne Frage sehr erotisch beschrieben ist.

Warum Menschen Sex haben

Auf diese vermeintlich wichtige Frage haben “US-Psychologen” nun 237 Antworten gefunden, wie man im SPIEGEL-Online nachlesen kann. Übersichtlich aufgelistet finden sich die Top-25 Gründe für den Geschlechtsverkehr von Männern und Frauen.

Die Ergebnisse hauen mich nicht gerade vom Hocker: “Zu den 50 häufigsten Gründen für Sex gehören demnach “Ich wollte meine Liebe zeigen” (Frauen/Rang 5), “Ich war scharf” (Männer/Frauen je 7), “Ich wollte einen Geburtstag oder besonderen Anlass feiern” (Männer/41), “Ich wollte meine sexuellen Fertigkeiten verbessern” (Frauen/45), “Ich wollte neue Techniken und Positionen probieren” (Männer/32), “Meine Hormone waren außer Kontrolle” (Männer/33), “Ich war betrunken” (Frauen/49), “Die Person war intelligent” (Männer/48), “Die Gelegenheit ergab sich” (Männer/29).”

Ich frage mich, welches Forschungsinteresse der Umfrage eigentlich zugrunde lag. Bringt diese Zusammenstellung banaler und weniger banaler “Begründungen für Sex” irgend jemandem irgend etwas? Und: Kann man überhaupt annehmen, dass die Befragten die Wahrheit sagen? Ist es nicht oft so, dass der Verstand sich zwar eine “sinnvolle Begründung” im Nachhinein überlegt, die Entscheidung selbst aber auf einer anderen Ebene längst getroffen wurde?

Braucht es überhaupt eine Begründung, um Sex zu haben? Ist es nicht eher so, dass wir grundsätzlich Sex haben wollen, genau wie wir selbstverständlich essen und trinken wollen? Dass es oft NICHT passiert, hat gute und schlechte Gründen, nicht DASS es passiert!

Koreanischer Sexpark

Wer geglaubt hat, alle Asiaten seien prüde, der wird jetzt umdenken müssen! Ich war bass erstaunt, als ich die Bilder vom koreanischen Sexpark fand: so etwas wäre in Europa nicht drin, bei aller angeblichen Freizügigkeit oder gar “Sex-Besessenheit”, die man uns nachsagt.

koreanischer Sexpark koreanischer Sexpark

Hier noch eine weitere Galerie mit Bildern vom Park – unglaublich! Was mich auch beeindruckt: es sind keinesfalls nur ideale Schönheiten, die hier als Skulpturen in erotischer Verwicklung gezeigt werden, sondern echte Menschen, junge, alte, hübsche und weniger hübsche, dünne und dicke – toll! Und erst die Hinweisschilder auf den Wegen… aber seht selbst!

Immer wieder gesucht: Porno für Frauen

Nach wie vor suchen viele Surfer (und Surferinnen?), die hier landen, nach “Porno für Frauen”. Bei Google steht der alte Artikel dazu auf Platz zwei – ein deutliches Zeichen, wie sehr die Erotik-Branche dieses Gebiet vernachlässigt, obwohl es doch offensichtlich eine Nachfrage gibt. Früher nahm ich an, dass diese Nachfrage einfach zu gering sei, um die Produktion von anspruchsvollen filmischen Erotika zu rechtfertigen. Das mag immer noch stimmen, doch ist es bei näherer Überlegung nicht die einzige Hürde: WAS sollte denn ein “Porno für Frauen” eigentlich sein?? Und aus welchen Gründen wird danach gesucht? Continue reading “Immer wieder gesucht: Porno für Frauen”

TANTRA-Special: Macht und Ohnmacht in der Liebe

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Im Connection-Verlag ist ein wundervolles SPECIAL erschienen, das das Thema “Macht und Ohnmacht in der Liebe” von vielen Seiten anpackt: der ganz normale Machtkampf in Beziehungen und wie man da heraus kommt, bedingungslose Liebe, himmlische Höhenflüge, eine Domina im Tantra-Kurs und eine messerscharfe Analyse, wie wir in Beziehungen oft vor vollen Tellern verhungern. Im Inhaltsverzeichnis lässt sich manches probelesen – viel Spass dabei!