Der Alltag als Beziehungskiller – muss das sein?

Paar am Meer

Auf Pixabay gibt es zum Thema “Paar” kein einziges Bild in einer Alltagssituation – ja warum wohl?

Im Magazin EROSA wird die Frage gestellt: “Beziehung retten oder beenden? Lohnt es sich noch?“. Irgendwie scheint mir das Kriterium, dass Beziehung “sich lohnen muss” zwar etwas seltsam, doch ist die dann folgende Empfehlung einer Kosten-Nutzen-Rechnung (nein, es heißt da nicht so) vermutlich nicht weit entfernt vom wahren Beziehungsleben. Spätestens ab dann, wenn einer der Partner zu leiden beginnt, liegt es ja nahe, sich mal im Detail zu fragen: Warum tue ich mir das eigentlich noch an?

All diese durchaus lesenswerten Abwägungen sind jetzt aber nicht mein Thema, sondern ein Aspekt, der gleich am Anfang zur Sprache kommt, dann aber nicht weiter verfolgt wird:

“Sobald die erste Verliebtheit verfliegt, betrachten wir unser Gegenüber kritischer und entdecken plötzlich Schwächen und Fehler, die wir vorher vielleicht gar nicht wahrgenommen haben. Der größte Beziehungskiller in langen Beziehungen ist der Alltag. Die meisten Beziehung zerbrechen daran – oft langsam, still und unwiderruflich. Was anfängt mit wilden Streits und Diskussionen, endet oft in unüberbrückbarer Stille und großer Unzufriedenheit.” Continue reading “Der Alltag als Beziehungskiller – muss das sein?”

Das gleiche Geschlecht oder “Denke ich an Rom…”

Denke ich an Rom, dann denke ich an die Stadt, die ich liebe…und an Ricardo.

Ich traf ihn in Trastevere. Die Nacht war warm, Lichter tanzten auf dem Fluss, die Autos schoben sich hupend voran, in der Ferne strahlte die Engelsburg.

Mit vielen anderen schlenderte ich durch die Gassen… Trattoria Barroso, Tavola Calda, Marcelleria, rohes Fleisch an Haken von grellen Scheinwerfern beleuchtet, Barbiere Robini, Profumeria, suesser Duft nach Seife, Pasticceria, Bar Sale e Tabacci, Männer die palaverten, Banco di Santo Spirito, chiuso…durch den lauen Abend gehen, Menschen sehen, Schilder lesen… Irgendwann wollte ich essen. Draussen. Auf der Piazza della Santa Maria in Trastevere. Zahlreiche Kneipen, Tische und Stuehle standen einfach auf dem Pflaster vor dem jeweiligen Lokal.

Voll war es um diese Zeit. Ich suchte einen freien Platz…und traf seine Augen.

Er hatte lange schwarze Locken, etwa mein Alter, hockte an einem Vierertisch, ihm gegenueber zwei Blondinen, sahen aus wie Amerikanerinnen.

Er machte eine einladende Bewegung mit dem Kopf auf den Platz neben sich. Es war, als habe er ausgerechnet mich aus den Scharen der Flaneure gewählt. Ich stockte, aber er wiederholte die Geste.

Zögernd ging ich auf den Tisch zu, er hielt Blickkontakt, streckte mir seine Hand hin, ein weicher Händedruck, “Ricardo”. Continue reading “Das gleiche Geschlecht oder “Denke ich an Rom…””

Tabuthema angefasst: kein Sex – wie ist das?

Auf kleinerdrei.org steht ein Artikel von “Dr.Vulva”, der ein offensichtlich tabuisiertes Thema anspricht:

Die Macht der Norm – Wie es ist, noch keinen Sex gehabt zu haben.

Ich zitiere mal:

“Sex ist in unserer Gesellschaft allgegenwärtig. Aber das heißt nicht, dass auch alle erwachsenen Menschen Sex haben, bereits Sex hatten, oder das überhaupt möchten. Das Thema “kein Sex” hat mich aus vielen Gründen interessiert: Weil ich selbst zumindest die Erfahrung von Penetrationssex erst relativ spät gemacht habe, weil ich Freund_innen habe, die noch nie Sex hatten und mit denen ich häufig darüber spreche – schließlich auch, weil die Erfahrung davon, keinen Sex zu haben, für mich zum über Sex reden dazu gehört.

Um mehr darüber zu erfahren, und gleichzeitig die Leute, die es betrifft, selbst zu Wort kommen zu lassen, habe ich eine Umfrage dazu gemacht, wie es ist, (noch) keinen Sex zu haben. “

Im Artikel geht es dann um die Analyse dieser Umfrage. Man erfährt viel darüber, wie sich Menschen fühlen, die noch nie Sex hatten: drüber reden mag niemand, auch nicht diejenigen, die freiwillig keinen Sex hatten. Spannend zu lesen!

Erotische Orte in Berlin

Es gibt jetzt eine Karte mit den erotischsten Orten Berlins – ein Guide zur Sex-Hauptstadt sozusagen. Zusammen gestellt haben sie die MAcher/innen des AMORELIE-Magazins. In der Info-Mail schreibt uns Tina dazu:

“Auf der Karte haben wir verschiedene Orte mit einer erotischen Qualität verzeichnet. Besonders wichtig war uns bei der Auswahl, dass die Orte stilvoll sind und eine vielfältige Bandbreite abbilden – von erotischen Partys bis Filmfestivals und Bondage-Workshops.”

Lobenswert! Die einzelnen Locations sind auf der Seite auch beschrieben, reinlesen lohnt sich.