XPLORE 2010: Das Festival zur Kunst der Lust

XPLORE  2010Auch dieses Jahr wieder nimmt eine der außergewöhnlicheren Veranstaltungungen im erotischen Sektor zunehmend Gestalt an: Die XPLORE 2010 – das Festival zur Kunst der Lust.

Der dreitägige Event rund um “Kreative Sexualität, BDSM, Performance und Ritual” findet alljährlich Ende Juli in der schwelle7 in Berlin statt, diesmal vom 23. bis zum 25. Juli. Über 40 Workshops, Demonstrationen und Performances bieten Gelegenheit zur Erkundung verschiedenen Spielarten und Aspekten von Sexualität.

Weiter heißt es im Intro der XPLORE-Website:

“xplore stellt ungewöhnliche Menschen vor, die mit dem Phänomen Sexualität spielen, arbeiten und forschen und dabei oft erstaunliche Techniken und Rituale entwickelt haben. Diese Formen sind so vielfältig wie die Sexualität selbst. Sie sind spiritueller Weg oder Teil therapeutischer Arbeit, sie entstehen aus ästhetischen Absichten oder auf der Suche nach Grenzerfahrungen, sie dienen ekstatischen Zwecken oder der meditativen Entspannung. Meistens aber geht es um die pure Lust. Gemeinsam ist all diesen Formen das Spielerische, Kommunikative, Kreative und Öffentliche. Sie repräsentieren eine andere sexuelle Kultur. Sie sind Kunst mit Körper und Seele. Continue reading “XPLORE 2010: Das Festival zur Kunst der Lust”

Verschwindet die Liebe?

Sven Hillenkamp hat ein Buch geschrieben mit dem provozierenden Titel “Das Ende der Liebe”. Auf BRIGITTE ONLINE gibt es eine Leseprobe und ein Interview mit dem Autor.


Seine Hauptthese in aller Kürze: Die heute selbstverständliche Freiheit, zu lieben wen wir wollen, ist der größte Feind der Liebe. Denn auch wenn wir einen Partner gefunden haben, gibt es fortwährend die Möglichkeit, ja geradezu den Zwang zum Vergleich: da draußen könnte einer herum laufen, der noch besser zu mir passt, mit dem das Leben spannender verläuft und die Gefühle heftiger sind. Mit diesem – mal bewussten, mal unbewussten – ständigen Vergleichen werde Liebe unmöglich – das meint jedenfalls Sven Hillenkamp.

Eine Lösung des Dilemmas hat er allerdings nicht:

“Was ich mir aber wünsche, ist, dass die Menschen durch das Buch ein bisschen Last und Scham von der Schulter genommen bekommen. Wir freien Menschen empfinden ja eine doppelte Scham. Einerseits schämen wir uns, weil wir nicht das Optimale erreicht haben. Und dann schämen wir uns zusätzlich, weil wir ständig versuchen, das Optimum zu erreichen, und uns deswegen als narzisstisch und neurotisch begreifen. Wer sich bewusst macht, dass wir in einer Gesellschaft leben, die alle Menschen mit der Unendlichkeit konfrontiert und dass die unendliche Sehnsucht und Scham kein persönliches Reifeproblem sind, dem ist schon viel geholfen. Wir müssen also die Zwänge der Freiheit wahrnehmen.”

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