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	<title>Kommentare zu: Feuchtgebiete. Mal anders.</title>
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	<description>Erotik-Blog mit erotischen Geschichten, Tipps, Medien-Reviews, Beziehungsrat</description>
	<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 07:31:15 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Ralph</title>
		<link>http://www.lustgespinst.de/2008/07/11/feuchtgebiete-mal-anders/#comment-23340</link>
		<dc:creator>Ralph</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 May 2011 18:11:49 +0000</pubDate>
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		<description>Ich selbst habe "Feuchtgebiete" nicht gelesen, sondern lediglich kurz &#252;berflogen.
Vulg&#228;r hin, vulg&#228;r her: als Freund der Umschreibung verabscheue ich die Direktheit!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich selbst habe &#8220;Feuchtgebiete&#8221; nicht gelesen, sondern lediglich kurz &#252;berflogen.<br />
Vulg&#228;r hin, vulg&#228;r her: als Freund der Umschreibung verabscheue ich die Direktheit!</p>
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		<title>Von: Claudia</title>
		<link>http://www.lustgespinst.de/2008/07/11/feuchtgebiete-mal-anders/#comment-3036</link>
		<dc:creator>Claudia</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Jul 2008 22:48:02 +0000</pubDate>
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		<description>Nun werd' ich "Feuchtgebiete" wohl doch auch noch selber lesen - oder besser h&#246;ren, um mir einen eigenen Eindruck zu verschaffen. :-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nun werd&#8217; ich &#8220;Feuchtgebiete&#8221; wohl doch auch noch selber lesen - oder besser h&#246;ren, um mir einen eigenen Eindruck zu verschaffen. :-)</p>
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		<title>Von: Promisc</title>
		<link>http://www.lustgespinst.de/2008/07/11/feuchtgebiete-mal-anders/#comment-3033</link>
		<dc:creator>Promisc</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Jul 2008 09:01:37 +0000</pubDate>
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		<description>So, meine 5 cents: Ich unterschreibe genu&#223;voll jedes einzelne Wort Frau Delffts Rezension.
Ich bin mit schlimmen Kritiken &#252;ber Roches Werk an diesen Stoff herangetreten, eigentlich erst neugierig geworden durch ein Interview im Playboy (ja, da gibt es auch Sachen zum Lesen - und: ich lese diese!) und ein weiteres im SPIEGEL, welche mir einen begr&#252;ndeten Verdacht nahe legten, das besagte schlimme Verrisse mal wieder Moral-Verisse erster G&#252;te der schon ber&#252;hmt-ber&#252;chtigten Erhobener-Zeigefinger-Literaturkritik-Feuilleton-Clique hier in teutschen Landen sind.
Und so legte ich mir, nein, nicht das Buch, sondern das H&#246;rbuch zu, wollte ich doch wissen, wie denn auch der Klang solcher Worte und Gedanken aus berufenstem Munde seinen Ausdruck findet.
Ein Volltreffer! Womit ich den Bogen schlie&#223;e und wieder beim ersten Satz dieses Kommentars lande -smile-</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>So, meine 5 cents: Ich unterschreibe genu&#223;voll jedes einzelne Wort Frau Delffts Rezension.<br />
Ich bin mit schlimmen Kritiken &#252;ber Roches Werk an diesen Stoff herangetreten, eigentlich erst neugierig geworden durch ein Interview im Playboy (ja, da gibt es auch Sachen zum Lesen - und: ich lese diese!) und ein weiteres im SPIEGEL, welche mir einen begr&#252;ndeten Verdacht nahe legten, das besagte schlimme Verrisse mal wieder Moral-Verisse erster G&#252;te der schon ber&#252;hmt-ber&#252;chtigten Erhobener-Zeigefinger-Literaturkritik-Feuilleton-Clique hier in teutschen Landen sind.<br />
Und so legte ich mir, nein, nicht das Buch, sondern das H&#246;rbuch zu, wollte ich doch wissen, wie denn auch der Klang solcher Worte und Gedanken aus berufenstem Munde seinen Ausdruck findet.<br />
Ein Volltreffer! Womit ich den Bogen schlie&#223;e und wieder beim ersten Satz dieses Kommentars lande -smile-</p>
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		<title>Von: SuMuze</title>
		<link>http://www.lustgespinst.de/2008/07/11/feuchtgebiete-mal-anders/#comment-3031</link>
		<dc:creator>SuMuze</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Jul 2008 07:57:56 +0000</pubDate>
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		<description>@Melanie Dellft


Vielem, das Sie schreiben, Frau Dellft, stimme ich gerne zu. Zum Buch selbst will ich mich auch nicht weiter &#228;u&#223;ern, da ich es nicht gelesen habe. Die "Schallmauer der Schein-Sittlichkeit" zu durchbrechen halte ich allerdings nicht per se f&#252;r eine Tat. Das &#252;ben f&#252;r mein Empfinden die Legionen der Harald Schmidts, Stefan Raabs, Sid Vicious', Nina Hagens, Helmut Newtons, Anais Nins, Pauline Reages, Georges Batailles usw. usf. seit Anbeginn aller Zeiten immer wieder aus, weil es zum Show-Bizz einfach dazu geh&#246;rt. Oft kommt noch anderes hinzu und macht das &#220;bertreten interessant, spannend, wirkungsvoll (wie den abenteuerlichen Simplicissimus von Grimmelshausen, wie Songs von Elvis Presley oder John Lennon, wie Duchamps 'Bottlerack' oder Monets 'Impression, soleil levant'), aber dann selten allein wegen seiner Grenzverletzungen. Gulliver bereiste nicht nur die Meere jenseits der engen Grenzen der Gentry seiner Zeit. Meistens jedoch sind es nur Eintagsfliegen f&#252;r die Medien.


Diesen Ihren Satz aber halte ich leider f&#252;r ein - wom&#246;glich der Entfernung  von den angesprochenen Frauen/M&#228;dchen geschuldetes - Mi&#223;verst&#228;ndnis: "Denn was wissen wir &#252;ber die jetzt Heranwachsenden mit seltsamen Haarschnitten und -farben, mit entbl&#246;&#223;tem, ringgeschm&#252;cktem Nabel, in st&#228;ndiger Schaustellung ihrer Andersheit, in aggressiver Selbstsicherheit gegen&#252;ber einer Gesellschaft, von der sie f&#252;hlen, da&#223; sie ihre ‘Werte’ und Normen nur vorgibt."


Ich kann kaum repr&#228;sentatives Allwissen &#252;ber den fraglichen Personenkreis f&#252;r mich reklamieren, da mein Sample ebensowenig zuf&#228;llig ist wie jene, auf welche sich viele scheinwissenschaftliche Aussagen berufen. Ich bin selbst mit Anfang 30 bereits in vielen Hinsichten weit davon entfernt. Doch habe ich seit Jahr und Tag laufend Kontakt mit Arbeitskolleginnen und Mitsch&#252;lerinnen, die aus der  Altersgruppe ab 16 stammen. Und auch mit &#196;lteren, deren Kinder jetzt langsam in dieses Alter hinein rutschen. Meinem Eindruck nach erf&#252;llen viele dieser Heranwachsenden lediglich ein System extrem krasser Normen und Vorschriften &#252;ber ihre K&#246;rperlichkeit, und das aufgrund eines Gruppendruckes, den sich die &#196;lteren wohl kaum in seiner H&#228;rte, seiner Reichweite und seiner Unbedingtheit vorstellen wollen oder k&#246;nnen. Ich sehe darin wenig aggressive Selbstsicherheit, sondern eher das medial konzertierte Wogen der Masse in der Fankurve. Ich sehe auch kaum ein Zurschaustellen einer Andersheit, sondern im Gegenteil das zumeist willf&#228;hrige Zelebrieren eines Auch-So-Seins. Das nach einiger Zeit mehr oder weniger konsequenzlos in alt&#228;gliche 'Normalit&#228;t' einm&#252;ndet und dieser vielleicht ein paar Detail hinzuf&#252;gen konnte. Berge krei&#223;en oft, geb&#228;ren aber nun einmal meistens M&#228;use.


Vielleicht h&#246;re ich hier und da den w&#252;tenden &#196;rger dar&#252;ber, da&#223; ein Piercing oder ein auff&#228;lliges Tattoo die &#220;bernahme in den Staatsdienst (etwa bei der Polizei) verhindern k&#246;nne. Das wird mit gerechter Emp&#246;rung als 'gemein' empfunden. Oder die Angts, was der Kevin nur sagen werde, wenn ihn schenkelw&#228;rts unverhofft ein bunt und leider nun doch zu dauerhaft t&#228;towierter 'Marc' angrinsen wird. Was zum allgemeinen Witzeln Anla&#223; gibt, da&#223; sicherlich auf den Kevin auch wieder bald ein Marc folgen werde. Oder ob das Arschgeweih die Fettp&#246;lsterchen zu sehr hervorhebe, wo schon das letzte Absaugen den Etat f&#252;r die angedachten 7 Tage Marokko aufgebraucht hat. Was nahezu nahtlos zum seufzenden Beklagen der Kosten einer ersehnten operativen Entfernung der Augenbrauen oder der Korrektur des Nasenr&#252;ckens hinf&#252;hrt. Um nur ein paar Gespr&#228;chsfetzen aus der n&#228;heren Umgebung und den letzten Monaten zu rekapitulieren.


Ich denke, der weibliche K&#246;rper, zumal der junge, hat Gesellschaften immer als willkommene Folie f&#252;r vieles herhalten m&#252;ssen, das sich mit dem Bild eines selbstbestimmten Individuums nur schwer vertr&#228;gt. Auf den  Konsequenzen dieses Verh&#228;ltnisses laufen viele von uns t&#228;glich durch B&#252;ro und Werkhalle, K&#252;che und Schlafzimmer, ins Restaurant und &#252;ber die Stra&#223;e, damit wir auch ja diese schicken gestreckten Schenkel und diese gertenweiche Haltung herzeigen k&#246;nnen. Ignorieren um der ach so geliebten bewundernden Blicken willen die zu erwartenden bleibenden Irritationen des Bewegungsappartes. Ertragen gehorsam entbl&#246;&#223;t unn&#246;tige Verk&#252;hlungen und chronische Entz&#252;ndungen und nehmen h&#252;bsch hergerichtet fr&#252;hzeitige Alterungsprozesse von Haut und Haar in Kauf. Bilden obendrein nahezu unmerklich Einschr&#228;nkungen des Verhaltens, des Denkens und des Empfindens aus, die uns bei Bedarf noch als ausgrenzende Devianz vorgeworfen werden k&#246;nnen. Davon ist keine Frau ausgenommen, auch ich schlie&#223;e mich nicht davon aus. Da&#223; ich mitspiele, bedeutet doch nicht, da&#223; ich die Spielregeln nicht allzu genau sehen k&#246;nnte!


Nein, in den von Ihnen angesprochenen Leibern und ihren Accessoires kann ich keinesfalls so etwas wie ein rebellisches, kathartisches Moment entdecken, sondern lediglich die leicht ausnutzbare, immergleiche weibliche Verf&#252;g- und Verformbarkeit, der &#246;ffentlich der Ring durch die Nase gezogen wird. Unter dem Applaus voll besetzter R&#228;nge gerne zahlender Zuschauer.


Uff! Atem geholt, ein paar Rasierklingen ins Glas nachgelegt, gegurgelt und durchgeladen..


Nun, das, was ich solchen Grenz- oder Schamverletzungen zugute halten m&#246;chte, ist, da&#223; sie Punkte der Fokussierung eines gesellschaftlich brisanten Themas abgeben k&#246;nnen, wenn das jeweilige Thema den Menschen - aus anderen Gr&#252;nden - auf den N&#228;geln brennt. Diese Funktion k&#246;nnen Lieder, Texte, Bilder und Skulpturen immer wieder erf&#252;llen. Und haben das auch. Ungeachtet ihres Gehaltes oder ihrer Eloquenz. Vielleicht gerade eher dann, wenn sie roh und direkt sind. Jedoch hat die moderne (Unterhaltungs-)Industrie ihre Lektionen gut gelernt, noch jede Grenze und das Spielen an und mit ihr als Chance f&#252;r eine 'geile Show' - und das ist: rei&#223;ender Absatz eines Produktes, woraus immer auch dieses besteht - zu begreifen. Das kann sicherlich nicht alles Spontane und auch nicht alles Unerw&#252;nschte kanalisieren, reduziert aber die Ergu&#223;menge - den 'impact', wie es heute so nett hei&#223;t -  in die Population doch deutlich. Was diese dann zum tolerablen Kollateralschaden macht, auch daf&#252;r hat es den passenden Namen. Wenn ich etwas f&#252;r eine der entsetzlicheren Erfahrungen halte, dann die, wie ohnm&#228;chtig noch die m&#228;chtigsten Anstrengungen zu sein scheinen, dieser Welt einen bei&#223;enden Spiegel vorzuhalten. Und wie schnell die ehemals Bissigen zu zahnlosen M&#252;mmelm&#228;nnchen auf der endlos weichen Couch des Feuilletons werden, deren einstmals frische Winde zur Ku&#223;maulschen Schnappatmung verkamen.


So, finito. Der W&#228;rter rasselt schon mit der Kette! Jetzt mu&#223; ich leider wieder zur&#252;ck in die Zelle und dieses wundersch&#246;ne Paar Schuhe anprobieren, das mit den aufregenden Abs&#228;tzen...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Melanie Dellft</p>
<p>Vielem, das Sie schreiben, Frau Dellft, stimme ich gerne zu. Zum Buch selbst will ich mich auch nicht weiter &#228;u&#223;ern, da ich es nicht gelesen habe. Die &#8220;Schallmauer der Schein-Sittlichkeit&#8221; zu durchbrechen halte ich allerdings nicht per se f&#252;r eine Tat. Das &#252;ben f&#252;r mein Empfinden die Legionen der Harald Schmidts, Stefan Raabs, Sid Vicious&#8217;, Nina Hagens, Helmut Newtons, Anais Nins, Pauline Reages, Georges Batailles usw. usf. seit Anbeginn aller Zeiten immer wieder aus, weil es zum Show-Bizz einfach dazu geh&#246;rt. Oft kommt noch anderes hinzu und macht das &#220;bertreten interessant, spannend, wirkungsvoll (wie den abenteuerlichen Simplicissimus von Grimmelshausen, wie Songs von Elvis Presley oder John Lennon, wie Duchamps &#8216;Bottlerack&#8217; oder Monets &#8216;Impression, soleil levant&#8217;), aber dann selten allein wegen seiner Grenzverletzungen. Gulliver bereiste nicht nur die Meere jenseits der engen Grenzen der Gentry seiner Zeit. Meistens jedoch sind es nur Eintagsfliegen f&#252;r die Medien.</p>
<p>Diesen Ihren Satz aber halte ich leider f&#252;r ein - wom&#246;glich der Entfernung  von den angesprochenen Frauen/M&#228;dchen geschuldetes - Mi&#223;verst&#228;ndnis: &#8220;Denn was wissen wir &#252;ber die jetzt Heranwachsenden mit seltsamen Haarschnitten und -farben, mit entbl&#246;&#223;tem, ringgeschm&#252;cktem Nabel, in st&#228;ndiger Schaustellung ihrer Andersheit, in aggressiver Selbstsicherheit gegen&#252;ber einer Gesellschaft, von der sie f&#252;hlen, da&#223; sie ihre ‘Werte’ und Normen nur vorgibt.&#8221;</p>
<p>Ich kann kaum repr&#228;sentatives Allwissen &#252;ber den fraglichen Personenkreis f&#252;r mich reklamieren, da mein Sample ebensowenig zuf&#228;llig ist wie jene, auf welche sich viele scheinwissenschaftliche Aussagen berufen. Ich bin selbst mit Anfang 30 bereits in vielen Hinsichten weit davon entfernt. Doch habe ich seit Jahr und Tag laufend Kontakt mit Arbeitskolleginnen und Mitsch&#252;lerinnen, die aus der  Altersgruppe ab 16 stammen. Und auch mit &#196;lteren, deren Kinder jetzt langsam in dieses Alter hinein rutschen. Meinem Eindruck nach erf&#252;llen viele dieser Heranwachsenden lediglich ein System extrem krasser Normen und Vorschriften &#252;ber ihre K&#246;rperlichkeit, und das aufgrund eines Gruppendruckes, den sich die &#196;lteren wohl kaum in seiner H&#228;rte, seiner Reichweite und seiner Unbedingtheit vorstellen wollen oder k&#246;nnen. Ich sehe darin wenig aggressive Selbstsicherheit, sondern eher das medial konzertierte Wogen der Masse in der Fankurve. Ich sehe auch kaum ein Zurschaustellen einer Andersheit, sondern im Gegenteil das zumeist willf&#228;hrige Zelebrieren eines Auch-So-Seins. Das nach einiger Zeit mehr oder weniger konsequenzlos in alt&#228;gliche &#8216;Normalit&#228;t&#8217; einm&#252;ndet und dieser vielleicht ein paar Detail hinzuf&#252;gen konnte. Berge krei&#223;en oft, geb&#228;ren aber nun einmal meistens M&#228;use.</p>
<p>Vielleicht h&#246;re ich hier und da den w&#252;tenden &#196;rger dar&#252;ber, da&#223; ein Piercing oder ein auff&#228;lliges Tattoo die &#220;bernahme in den Staatsdienst (etwa bei der Polizei) verhindern k&#246;nne. Das wird mit gerechter Emp&#246;rung als &#8216;gemein&#8217; empfunden. Oder die Angts, was der Kevin nur sagen werde, wenn ihn schenkelw&#228;rts unverhofft ein bunt und leider nun doch zu dauerhaft t&#228;towierter &#8216;Marc&#8217; angrinsen wird. Was zum allgemeinen Witzeln Anla&#223; gibt, da&#223; sicherlich auf den Kevin auch wieder bald ein Marc folgen werde. Oder ob das Arschgeweih die Fettp&#246;lsterchen zu sehr hervorhebe, wo schon das letzte Absaugen den Etat f&#252;r die angedachten 7 Tage Marokko aufgebraucht hat. Was nahezu nahtlos zum seufzenden Beklagen der Kosten einer ersehnten operativen Entfernung der Augenbrauen oder der Korrektur des Nasenr&#252;ckens hinf&#252;hrt. Um nur ein paar Gespr&#228;chsfetzen aus der n&#228;heren Umgebung und den letzten Monaten zu rekapitulieren.</p>
<p>Ich denke, der weibliche K&#246;rper, zumal der junge, hat Gesellschaften immer als willkommene Folie f&#252;r vieles herhalten m&#252;ssen, das sich mit dem Bild eines selbstbestimmten Individuums nur schwer vertr&#228;gt. Auf den  Konsequenzen dieses Verh&#228;ltnisses laufen viele von uns t&#228;glich durch B&#252;ro und Werkhalle, K&#252;che und Schlafzimmer, ins Restaurant und &#252;ber die Stra&#223;e, damit wir auch ja diese schicken gestreckten Schenkel und diese gertenweiche Haltung herzeigen k&#246;nnen. Ignorieren um der ach so geliebten bewundernden Blicken willen die zu erwartenden bleibenden Irritationen des Bewegungsappartes. Ertragen gehorsam entbl&#246;&#223;t unn&#246;tige Verk&#252;hlungen und chronische Entz&#252;ndungen und nehmen h&#252;bsch hergerichtet fr&#252;hzeitige Alterungsprozesse von Haut und Haar in Kauf. Bilden obendrein nahezu unmerklich Einschr&#228;nkungen des Verhaltens, des Denkens und des Empfindens aus, die uns bei Bedarf noch als ausgrenzende Devianz vorgeworfen werden k&#246;nnen. Davon ist keine Frau ausgenommen, auch ich schlie&#223;e mich nicht davon aus. Da&#223; ich mitspiele, bedeutet doch nicht, da&#223; ich die Spielregeln nicht allzu genau sehen k&#246;nnte!</p>
<p>Nein, in den von Ihnen angesprochenen Leibern und ihren Accessoires kann ich keinesfalls so etwas wie ein rebellisches, kathartisches Moment entdecken, sondern lediglich die leicht ausnutzbare, immergleiche weibliche Verf&#252;g- und Verformbarkeit, der &#246;ffentlich der Ring durch die Nase gezogen wird. Unter dem Applaus voll besetzter R&#228;nge gerne zahlender Zuschauer.</p>
<p>Uff! Atem geholt, ein paar Rasierklingen ins Glas nachgelegt, gegurgelt und durchgeladen..</p>
<p>Nun, das, was ich solchen Grenz- oder Schamverletzungen zugute halten m&#246;chte, ist, da&#223; sie Punkte der Fokussierung eines gesellschaftlich brisanten Themas abgeben k&#246;nnen, wenn das jeweilige Thema den Menschen - aus anderen Gr&#252;nden - auf den N&#228;geln brennt. Diese Funktion k&#246;nnen Lieder, Texte, Bilder und Skulpturen immer wieder erf&#252;llen. Und haben das auch. Ungeachtet ihres Gehaltes oder ihrer Eloquenz. Vielleicht gerade eher dann, wenn sie roh und direkt sind. Jedoch hat die moderne (Unterhaltungs-)Industrie ihre Lektionen gut gelernt, noch jede Grenze und das Spielen an und mit ihr als Chance f&#252;r eine &#8216;geile Show&#8217; - und das ist: rei&#223;ender Absatz eines Produktes, woraus immer auch dieses besteht - zu begreifen. Das kann sicherlich nicht alles Spontane und auch nicht alles Unerw&#252;nschte kanalisieren, reduziert aber die Ergu&#223;menge - den &#8216;impact&#8217;, wie es heute so nett hei&#223;t -  in die Population doch deutlich. Was diese dann zum tolerablen Kollateralschaden macht, auch daf&#252;r hat es den passenden Namen. Wenn ich etwas f&#252;r eine der entsetzlicheren Erfahrungen halte, dann die, wie ohnm&#228;chtig noch die m&#228;chtigsten Anstrengungen zu sein scheinen, dieser Welt einen bei&#223;enden Spiegel vorzuhalten. Und wie schnell die ehemals Bissigen zu zahnlosen M&#252;mmelm&#228;nnchen auf der endlos weichen Couch des Feuilletons werden, deren einstmals frische Winde zur Ku&#223;maulschen Schnappatmung verkamen.</p>
<p>So, finito. Der W&#228;rter rasselt schon mit der Kette! Jetzt mu&#223; ich leider wieder zur&#252;ck in die Zelle und dieses wundersch&#246;ne Paar Schuhe anprobieren, das mit den aufregenden Abs&#228;tzen&#8230;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Sick</title>
		<link>http://www.lustgespinst.de/2008/07/11/feuchtgebiete-mal-anders/#comment-3030</link>
		<dc:creator>Sick</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Jul 2008 19:28:12 +0000</pubDate>
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		<description>Ich finde das Buch einfach nur SCHLECHT.

so einen M&#252;ll hab ich lange nicht mehr gelesen...-.-

Viele Gr&#252;&#223;e

http://free-xxx-page.com</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich finde das Buch einfach nur SCHLECHT.</p>
<p>so einen M&#252;ll hab ich lange nicht mehr gelesen&#8230;-.-</p>
<p>Viele Gr&#252;&#223;e</p>
<p><a href="http://free-xxx-page.com" rel="nofollow">http://free-xxx-page.com</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Melanie Delfft</title>
		<link>http://www.lustgespinst.de/2008/07/11/feuchtgebiete-mal-anders/#comment-3029</link>
		<dc:creator>Melanie Delfft</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Jul 2008 14:48:18 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.lustgespinst.de/?p=98#comment-3029</guid>
		<description>Liebe SuMuze, ich habe zuerst auch puh gesagt, als ich die Feuchtgebiete irgendwo aufschlug. Und Literatur? - nee. Schweinskram, was man schon von meinem Buch gelegentlich sagte, in dem Sie ja ab und zu lesen. Und &#252;ber die ersten zwanzig Seiten bin ich fast eingeschlafen, aber ich wollte mir ein Bild machen. Ich hatte keine einzige Kritik &#252;ber das Buch gelesen, ich trat ganz unschuldig in es hinein. Den ersten Kommentar dar&#252;ber las ich gerade jetzt, den der Sprachspielerin, von Ihnen erw&#228;hnt.
Mein Standpunkt kommt von ganz woanders her. Die Sprachspielerin hat konkret/sachlich/rational in fast allem recht und sie ist ein Frau, die Bescheid wei&#223;. Und ich antworte: UND DOCH!
B&#252;cher - Romane - weisen doch &#252;ber sich hinaus, l&#246;sen sich von ihrem Autor, und es ist an sich ganz egal, was diese Frau Roche, die ich auch nicht kenne, nun letztendlich mit dem Ihren ausl&#246;sen wollte (ich schaue mir sp&#228;ter die 'youtubes' an).
Endlich hat in Deutschland, dachte ich, eine Frau (in &#214;sterreich mit Frau Jellinek ist das l&#228;ngst geschehen) die Schallmauer der Schein-Sittlichkeit durchbrochen, zwar mit f&#252;rchterlichem Krach, hei&#223;t, ohne viel Subtilit&#228;t und mit viel &#220;bertreibung, wie es den Deutschen zusteht, denn sie m&#252;ssen alles gr&#252;ndlich tun, aber nun ist es geschehen und alle Welt steht Kopf, sieht praktisch endlich den Frauen unter die R&#246;cke und jeder tut als sei er entsetzt.
Seltsamerweise sah ich, nachdem ich das Buch gelesen hatte, einige deutsche Filme im Fernsehen, in deren Mittelpunkt junge Frauen aus gestrandeten Familien sich aus Verwirrung in Schwierigkeiten brachten und das hat mich in meinem Urteil &#252;ber die Feuchtgebiete best&#228;rkt. Denn was wissen wir &#252;ber die jetzt Heranwachsenden mit seltsamen Haarschnitten und -farben, mit entbl&#246;&#223;tem, ringgeschm&#252;cktem Nabel, in st&#228;ndiger Schaustellung ihrer Andersheit, in aggressiver Selbstsicherheit gegen&#252;ber einer Gesellschaft, von der sie f&#252;hlen, dass sie ihre 'Werte' und Normen nur vorgibt.
Aber ich will nicht Moral reden, das steht mir nicht an und zu. Dass jedoch das Buch Skandal macht, finde ich symptomatisch f&#252;r die deutsche Schizophrenie wo es nicht ansteht, au&#223;erhalb einer allgemeinen stillschweigenden &#220;bereinstimmung sich zu &#228;u&#223;ern. Wo gibt es den deutschen Bloom auf dem Klo, wo den deutschen Updike, der die Klitoris einer 16-j&#228;hrigen beschreibt?
Es hat eine Epoche gegeben, in der es eine Vielfalt des freien Ausdrucks in der Kunst gab, gleich nach dem ersten Weltkrieg, wo Deutschland seine zugegeben etwas fiebrige Bl&#252;tezeit erlebte, doch der brave deutsche B&#252;rger konnte diese kosmopolitische Freiz&#252;gigkeit nicht ertragen, lief lieber dem laut t&#246;nenden Rattenf&#228;nger hinterher, der es in Reih und Glied ins Verderben f&#252;hrte.
So ist es mir lieber, wenn ein neues Lebensgef&#252;hl, wenn auch noch so unvollkommen und provokativ, seinen Ausdruck findet.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe SuMuze, ich habe zuerst auch puh gesagt, als ich die Feuchtgebiete irgendwo aufschlug. Und Literatur? - nee. Schweinskram, was man schon von meinem Buch gelegentlich sagte, in dem Sie ja ab und zu lesen. Und &#252;ber die ersten zwanzig Seiten bin ich fast eingeschlafen, aber ich wollte mir ein Bild machen. Ich hatte keine einzige Kritik &#252;ber das Buch gelesen, ich trat ganz unschuldig in es hinein. Den ersten Kommentar dar&#252;ber las ich gerade jetzt, den der Sprachspielerin, von Ihnen erw&#228;hnt.<br />
Mein Standpunkt kommt von ganz woanders her. Die Sprachspielerin hat konkret/sachlich/rational in fast allem recht und sie ist ein Frau, die Bescheid wei&#223;. Und ich antworte: UND DOCH!<br />
B&#252;cher - Romane - weisen doch &#252;ber sich hinaus, l&#246;sen sich von ihrem Autor, und es ist an sich ganz egal, was diese Frau Roche, die ich auch nicht kenne, nun letztendlich mit dem Ihren ausl&#246;sen wollte (ich schaue mir sp&#228;ter die &#8216;youtubes&#8217; an).<br />
Endlich hat in Deutschland, dachte ich, eine Frau (in &#214;sterreich mit Frau Jellinek ist das l&#228;ngst geschehen) die Schallmauer der Schein-Sittlichkeit durchbrochen, zwar mit f&#252;rchterlichem Krach, hei&#223;t, ohne viel Subtilit&#228;t und mit viel &#220;bertreibung, wie es den Deutschen zusteht, denn sie m&#252;ssen alles gr&#252;ndlich tun, aber nun ist es geschehen und alle Welt steht Kopf, sieht praktisch endlich den Frauen unter die R&#246;cke und jeder tut als sei er entsetzt.<br />
Seltsamerweise sah ich, nachdem ich das Buch gelesen hatte, einige deutsche Filme im Fernsehen, in deren Mittelpunkt junge Frauen aus gestrandeten Familien sich aus Verwirrung in Schwierigkeiten brachten und das hat mich in meinem Urteil &#252;ber die Feuchtgebiete best&#228;rkt. Denn was wissen wir &#252;ber die jetzt Heranwachsenden mit seltsamen Haarschnitten und -farben, mit entbl&#246;&#223;tem, ringgeschm&#252;cktem Nabel, in st&#228;ndiger Schaustellung ihrer Andersheit, in aggressiver Selbstsicherheit gegen&#252;ber einer Gesellschaft, von der sie f&#252;hlen, dass sie ihre &#8216;Werte&#8217; und Normen nur vorgibt.<br />
Aber ich will nicht Moral reden, das steht mir nicht an und zu. Dass jedoch das Buch Skandal macht, finde ich symptomatisch f&#252;r die deutsche Schizophrenie wo es nicht ansteht, au&#223;erhalb einer allgemeinen stillschweigenden &#220;bereinstimmung sich zu &#228;u&#223;ern. Wo gibt es den deutschen Bloom auf dem Klo, wo den deutschen Updike, der die Klitoris einer 16-j&#228;hrigen beschreibt?<br />
Es hat eine Epoche gegeben, in der es eine Vielfalt des freien Ausdrucks in der Kunst gab, gleich nach dem ersten Weltkrieg, wo Deutschland seine zugegeben etwas fiebrige Bl&#252;tezeit erlebte, doch der brave deutsche B&#252;rger konnte diese kosmopolitische Freiz&#252;gigkeit nicht ertragen, lief lieber dem laut t&#246;nenden Rattenf&#228;nger hinterher, der es in Reih und Glied ins Verderben f&#252;hrte.<br />
So ist es mir lieber, wenn ein neues Lebensgef&#252;hl, wenn auch noch so unvollkommen und provokativ, seinen Ausdruck findet.</p>
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