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Ars Vivendi  - Erotische Mode, Literatur und Kunst

Erotische Kunst von Ars Vivendi

Ars Vivendi  - Erotische Mode, Literatur und Kunst

28. April 2015

Sex im Wald: Natürlich, sinnlich, abenteuerlich

100.000 Jahre hatte der Mensch ausschließlich Sex in der Natur, bevor er begonnen hat, sich mit Wänden zu umbauen. Heute kann man sich das kaum mehr vorstellen, doch im folgenden Video erzählt ein Paar, das schon lange 10 Jahre zusammen ist, wie der Wald das erotische Miteinander inspiriert und belebt hat:

Der Biophilia-Effekt – Heilung aus dem Wald

Das neue Buch des Biologen Clemens G. Arvay befasst sich nicht nur mit der Natur als Ärztin und Psychotherapeutin – also mit den gesundheitsfördernden medizinischen und psychologischen Effekten von Naturerfahrung, sondern auch mit Sex im Wald. Denn die Natur ist auch eine erfolgreiche Sexualtherapeutin – man muss allerdings ein bisschen experimentierfreudig und abenteuerlustig sein!

Im Buch wird dieser Bereich des menschlichen Lebens mit größter Sorgfalt, mit Gefühl und Respekt behandelt. Das Buch enthält auch Vorschläge für ein Liebesnest im eigenen Garten.
“Der Biophilia-Effekt — Heilung aus dem Wald” basiert auf modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Quellen werden im Buch penibel offengelegt.

Wolf Dieter Storl, Ethnologe und Buchautor, über das Buch:

»Clemens G. Arvay bringt uns modernen, zivilisationsgeschädigten Menschen die Kraft der Natur wieder nahe – in erfrischender Sprache und unter Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse.«

Einen ausführlichen Gastartikel des Bestseller-Autors Clemens G. Arvay findet sich im wilden Gartenblog: Dein Garten, Dein Heiler – Der Biophilia-Effekt im wilden Garten

Arvay-Biophilia-Cover
Der Biophilia-Effekt – Heilung aus dem Wald
11. April 2015 – ISBN 978-3990011133

»Selten habe ich beim Lesen so viel gestaunt, gelernt und Freude empfunden wie bei diesem wundervollen Buch.«
(Dr. Ruediger Dahlke‬, Arzt und Autor)

Video-Trailer zum Buch »

3. Februar 2015

Er sagt / sie sagt – Ein heteronormativer Dialog

Sie: “Liebst Du mich?”
Er: “Weißt du doch! Musst du denn immer wieder fragen?”
Sie: “Du sagst es aber nie!”
Er: “Muss man das? Wenn man es dauernd sagen muss, ist es schon garnicht mehr wahr.”
Sie: “Vielleicht ist es ja nicht mehr wahr – und du sagst es mir nur nicht!”
Er: “Glaub mir, das würdest du dann schon merken.”
Sie: “Und wie?”
Er: “Mensch, kannst du blöd fragen! Musst du immer alles zerreden?
Sie: “Ich frag’ ja bloß. Und außer Reden kann man mit dir sowieso nicht viel anfangen!”
Er: “WIE MEINST DU DAS?”
Sie: “Na, stimmt doch: du willst nicht in die Sauna, du gehst nicht spazieren, magst keine Konzerte, Besuche gehen dir auf die Nerven, nicht mal massieren lässt du dich!”
Er: “Massieren! Dieses Geschüttel? Wozu soll das gut sein? Ein einfacher Ge­schlechtsverkehr, fröhlich, ohne allen Schnick-Schnack, das wär’s! Aber zu so einfachen Dingen bist du ja nicht zu haben.
Sie: Einfacher Geschlechtsverkehr? Dieses kurze Rein-Raus ist mir schlicht zu öde, dass du’s nur weißt! Dabei fühl’ ich mich von Dir garnicht bemerkt!”
Er: “Oh, ich bemerke dich sehr genau – so weich und warm und feucht….”
Sie: “Du kannst Dir einen feuchten Waschlappen nehmen und den vorher auf die Heizung legen.”
Er: Nun werd’ mal nicht albern. Außerdem mach ich das oft genug. Du bist ja eh’ meistens nicht ansprechbar!”
Sie: “Nicht ansprechbar? Das ist es doch gerade: ich fühl’ mich von dir nicht angesprochen!”
Er: “Gerade hast du noch gesagt, Reden sei das einzige, was ich könne!”

 

***

Dieser ziemlich zeitlose Text ist eine Fundsache aus den Tiefen meiner Festplatte, entstanden in einer Kreativ-Schreiben-Gruppe in den frühen 90gern.

20. Juli 2014

Alleine sein können – nicht nur auf dem Klo!

Etwas amüsiert hab’ ich gerade einen schon älteren Artikel auf “Adam spricht” gelesen, der davon handelt, dass das Klo  doch auch in langen und vertrauten Beziehungen Rückzugsort und “letzte Bastion des Alleinseins” bleiben sollte. Das Posting ist getitelt mit “Das Klo” und lockt damit sicher viele Neugierige, die bei diesem Titel nicht vordringlich ans Alleinsein denken, sondern sich evtl. einen Beitrag über Peinlichkeiten oder sehr spezielle sexuelle Vorlieben erwarten. Tja, die werden enttäuscht sein, denn “Adam” jubelt ihnen ungefragt wahre Lebensweisheiten unter:

“Man muss auch mal für sich sein können. Nicht nur am Klo. Sondern wenn man will. Auch innerhalb einer Beziehung. Das sagt nichts über die Qualität einer Beziehung aus. Halt, doch, eben gerade, es sagt enorm viel über die Qualität einer Beziehung aus, nämlich über die Sicherheit, die die Beziehung beiden Beteiligten gibt, die Sicherheit, dass die Beziehung auch dann funktioniert, wenn man sich mal in ein Zimmer zurückzieht, wo der andere draußen bleibt. Und dass dieses Zurückziehen nichts mit der Beziehung zu tun hat. Man zieht sich nicht vor der Beziehung zurück, nicht einmal vor dem Partner, sondern einfach zu sich. Das braucht der Mensch ab und zu.”

Wie wahr! Dass Adam das Alleinsein so engagiert rechtfertigen muss, wirft ein seltsames Licht auf vielleicht nicht nur seine Beziehungen. Manche Menschen können offenbar nicht mit sich alleine sein, brauchen immer das Gefühl, dass jemand da ist – warum eigentlich? Ich kenne das Bedürfnis, den Partner keinen Moment aus den Augen verlieren zu wollen aus jungen Jahren, aber auch dort nur in den ersten Phasen allerheftigster Verliebtheit. Wird eine Beziehung zum Teil des eigenen Lebens, braucht auch dieses “eigene Leben” wieder seine Zeit! Und gar nicht mal wenig…

Wie es um das eigene Verhältnis zum Alleinesein steht, kann man hier testen.

1. August 2013

Liebe und Lust im Alter

Ob wohl heute noch jemand glaubt, im Alter sei “erotisch alles vorbei”? Viele wissenschaftliche Veröffentlichungen und preisgekrönte künstlerische Umsetzungen haben gezeigt, dass sexuelles Begehren und Lustempfinden keine Frage des Alters sind. Auch im Web gibt es Plattformen für Senioren, die zeigen, dass die “Lust auf Lust” nicht vom Alter abhängt. Doch wodurch unterscheidet sich die körperliche Liebe älterer Menschen von der jüngerer Generationen? Wie und warum verändert sich die Intimität im Laufe des Lebens?
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1. Juni 2013

Mal wieder: Offene Beziehung in der Diskussion

Auf Kleinerdrei ist gerade ein schöner, tief schürfender Gastartikel erschienen – mit dem leicht provozierenden Titel:
“Jede so, wie sie will?“ oder: „Alles kann, nichts muss“? – Warum ich eine offene Beziehung lebe.”

Die Autorin ist Annika, 23, die hier für die offene Beziehung eine Lanze bricht und ein wenig gegen die überwältigende Dominanz der Monogamie-Kultur anstinkt, die auch im 21. Jahrhundert noch massiv über die Medien (insbesondere TV-Serien) als quasi das einzig Wahre und Gute, Richtige und Wünschenswerte tradiert wird.
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10. April 2013

Frühling 2013: Zur “Knutschverbot-Debatte”

Natürlich gibt es kein “Knutschverbot” und ein solches wird auch nicht gefordert. Wohl aber gibt es den Wunsch bzw. die Forderung aus der Netz-feministischen Ecke, man solle sich als Hetero-Paar in der Öffentlichkeit besser jeglicher Zärtlichkeiten enthalten. Denn öffentliches Schmusen, Küssen, Händchen halten zementiere die “hetero-sexistische Norm” zu Lasten anders Liebender, die sich nicht so verhalten könnten, da sie als Schwule, Lesben, Transmenschen oder Drittgeschlechtliche stets Diskriminierungen befürchten müssen.

In einem ausführlichen Artikel zur Debatte (Hat jemand “Knutschverbot” gesagt?! – Critical Hetness 101) schreibt Anna-Sahra bei der Mädchenmannschaft:

“Selbst, wenn in der konkreten Situation vielleicht keine konkrete Gefährdung, aktive Ausgrenzung oder exotisiertende Kommentierung befürchtet wird – aber Diskriminierung ist mehr als verbale oder physische Gewalt. Mit meiner Hetero- und Paarperformance nehme ich anderen Ausdrucksformen und Beziehungsweisen den Raum. Auch wenn ich das gar nicht will. Auch, wenn ich “alternative” Beziehungsformen gut finde oder gar lebe, ich mich selbst gar nicht als hetero verorte, Paarsein mir doch gar nicht so wichtig ist und_oder ich mich gegen Homophobie und Heterosexismus engagiere. Und auch, wenn ich das nicht hören will.”

Sowohl im langen Artikel als auch in den meisten Kommentaren scheint ein Konsens zu herrschen, der da lautet: “Die Hetero-Norm ist abzuschaffen, denn anders Liebende werden durch ihr bloßes Dasein schon ausgeschlossen”. Das ist ein radikaler Ansatz, der aus Minderheiten-Sicht verständlich ist, sich m.E. aber niemals gesamtgesellschaftlich durchsetzen wird. Jedenfalls nicht, so lange die große Mehrheit heterosexuell ist, so fühlt und so lebt.
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