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Ars Vivendi  - Erotische Mode, Literatur und Kunst

Erotische Kunst von Ars Vivendi

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Webadressbuch

9. März 2010

Nach dem Frauentag ein paar Männerlinks

Nachdem zum internationalen Frauentag FRAU (wer sonst?) mal wieder 1000fach besprochen wurde, will ich hier mit ein paar Links rund um die vernachlässigte Männerwelt aufwarten. Los gehts:

12. Januar 2010

Sex-Stress: Länger durchhalten im Bett?

Den Zeitgeist kann man in gewisser Weise auch an den SPAM-Themen ablesen - auch und gerade im erotischen Sektor. So ist offenbar das Thema “Penisverlängerung” länger schon abgehakt. Alle, die sich davon etwas versprochen haben, haben wohl die einschlägigen Gerätschaften erworben oder mittlerweile erkannt, dass auch ein Mega-Organ kein lustvolles Miteinander garantiert (im Gegenteil,  es kann sogar richtig stören!).

Derzeit steht also nicht mehr der längere Penis im Zentrum spammender Angebote, sondern das Vermögen, ihn länger zu benutzen. Hier eine kleine Auswahl einschlägiger Mail-Subjects:

Man fragt sich angesichts dieser Texte, wann der Geschlechtsakt wohl unter die olympischen Disziplinen aufgenommen wird? Mir tun die Männer fast leid, die auf die Angebote reinfallen, sich irgendwelche im besten Fall unschädliche Pillen besorgen, im Glauben, damit sei ihr “Problem” gelöst. Den ganzen Beitrag lesen »

12. Dezember 2009

Anspruchsvolles Erotik-Blog: MESMERIC EROTIC

Selten treffe ich auf ein Blog, dass durch die Art seiner Texte fasziniert: “Mesmeric Erotic - Visionen und Abenteuer einer ungewöhnlichen Kurtisane” bietet lesenswerte, zum Nachdenken anregende Beiträge rund ums erotische Erleben. Dabei geht es endlich mal nicht um prallen Sex, der durch seine Omnipräsenz im Web ja im Grunde ziemlich langweilt, sondern um die leisen Töne, um das, was EROTIK eigentlich bedeutet. So heißt es etwa im Beitrag Erotik - die Kunst der Andeutung:

“Die Erotik bereichert den Sex um den Geist und die Sinnlichkeit, regt seine Fantasie an, erweitert seine Grenzen, in dem sie mit dem Aufschub der Lust spielt. Sie bedeutet ein langsames und respektvolles Ertasten und hat ganz viel mit Integrität und Würde zu tun.

Erotik will nicht schnell am Ziel sein, sondern liebt es, im Augenblick zu verweilen, einen bestimmten Anblick in sich zu verewigen, in eine bestimmte Stimmung einzutauchen, einen Duft zu inhalieren - die Entdeckung der Langsamkeit, die Offenbarung der Sinnlichkeit. Sie macht die Distanz zum Erlebnis, füllt sie mit dichter Spannung um sich letztlich in Nähe zu verbinden.”

Schöner könnte man es kaum sagen, da lese ich gerne mehr!

Mesmeric Erotic - Startseite

11. November 2009

Keine Lust auf Blowjob?

Unter dem etwas irre führenden Titel “Rollentausch: Die Angst der Männer vor dem Blowjob” macht Isabella Febe auf mehrhaut.de ihrem Ärger über aus ihrer Sicht zu fordernde, anspruchsvolle Männer Luft. Stein des Anstoßes ist das Verlangen nach oraler Verwöhnung (vulgo “Blowjob”), unter Umständen gar mit “Schlucken” oder in der fortgeschrittenen Variante “Deep-Throat”.

Offensichtlich ist die Autorin ziemlich wütend über solche Zumutungen. Zwar verweist sie auf die AIDS-Gefahr, doch spricht aus ihren Worten eigentlich weniger sachlich-medizinische Sorge um die Gesundheit. Sie hat Männer befragt, bzw. von ihnen gefordert, es doch auch einmal zu probieren, erst mit einem Dildo, dann mit einem Original. Und weil sie auf wenig Begeisterung stieß, poltert sie nun los: Den ganzen Beitrag lesen »

14. Oktober 2009

Keine Lust auf die Lust-Pille!

Zwar hätten das die Pharmakonzerne furchtbar gerne, doch ich wette drauf: der Erfolg von VIAGRA lässt sich nicht auf eine Lust-Pille für die Frau übertragen, denn Frauen ticken anders!

Wenn ich keine Lust auf Sex habe, dann ist das ein WAHRHAFTIGER Ausdruck meines aktuellen Befindens: entweder ich fühl mich körperlich nicht wohl oder die Atmosphäre ist einfach nicht danach. Vielleicht stimmt was in der Beziehung nicht, dann stünde erstmal an, das zu klären, bevor ich mich wieder erotisch fühle - ODER es beschäftigen mich grade andere Dinge: Stress, Sorgen - auch spannende Erlebenisse in anderen Bereichen können meine Aufmerksamkeit gelegentlich fesseln und von der Lust auf “das Eine” ablenken.

Aber weder gegen physische noch gegen psychische Lustlosigkeiten hätte ich jemals im Leben eine Pille einwerfen wollen! Schließlich ist Sex keine Arbeit, die unbedingt abgeleistet werden muss, weil “man das halt so macht” - und auch kein “Dienst am Partner”, auf den er einen Anspruch hätte. Den ganzen Beitrag lesen »

18. September 2009

Chili con Carne - Erotische Quickies

So viel MEHR als “das Eine”

Chili con carne

Gut zwei Stunden hat es nur gedauert, dann war ich mit den 25 “erotischen Quickies” durch, die die Autoren Polly Äthylen und Peer Rouge in dem kleinen Bändchen Chili con Carne der Welt zum prickelnden Genuss überreichen. Als ich auf der letzten Seite angekommen war fühlte ich ein Bedauern, als müsste ich ein wunderschönes Fest vorzeitig verlassen: grade dann, wenn es am Schönsten ist!

Ja, es geht in allen Geschichten um Erotik, oft genug um handfesten Sex. Die Dinge werden beim Namen genannt und ihre Protagonisten kommen oft recht schnell zur Sache. Und doch sind diese Stories anders als die meisten der tonnenweise im Netz zu findenden “Anregungstexte”:  sie katapultieren den Leser in eine Anderwelt, die nicht geografisch oder zeitlich zu fassen ist, sondern hinter jedem Alltag verborgen liegt: zugänglich für jene, die es verstehen, sich der immensen Kraft des Erotischen zu öffnen.

Nutze den Augenblick!

“Don’t dream it, do it” heißt eine der kurzen Geschichten, in der die Begegnung eines schon 17 Jahre verheirateten Mannes mit Klara geschildert wird. Er lernt sie in einer Kantine kennen, als sie beide nach dem letzten Schälchen Dessert greifen wollen.  Der Leser erfährt von dem, was dann geschah, durch die Erinnerungen des Mannes, als er - wie jeden Sonntag morgen - im Ehebett bemerkt, dass er nicht mehr im Stande ist, mit seiner Frau den “ganz normalen Ehe-Sex” zu vollziehen. Den ganzen Beitrag lesen »

15. September 2009

Witziges Video über kreatives Profiling in Kontakbörsen

Wie ein Mann bei “Romeo” sein Profil kreativ nutzt, um endlich erfolgreich Partner zu finden - stimmlich, textlich und filmisch eine Großtat:

Das Werk stammt von emilsvideo.de und setzt den Pop-Kabarettisten Holger Edmaier glänzend in Szene!

27. August 2009

Urteil: 25.000 Euro Schmerzensgeld für Nacktfotos der Ex im Netz

Die vergleichsweise hohe Summe bekam eine Frau vom Landgericht Kiel zugesprochen (Az. 4 O 251/0). Ihr Ex-Partner, der von ihr verlassen worden war, hatte drei Nacktfotos, verziert mit ihrem Namen, ihrer Adresse und dem Wort “danach” in eine Tauschbörse eingestellt. Dort blieben sie zwar nur 14 Stunden, bevor es dem Aussteller mulmig wurde und er die Pics wieder löschte, doch genügte diese Zeit, die Bilder im Web zu verbreiten. Die Frau erhielt eindeutige Angebote und Anrufe fremder Männer, die das Bild mit der Adresse als Eigenwerbung einer “Hobbyhure” aufgefasst hatte. Den ganzen Beitrag lesen »

16. August 2009

Minderheitskink: natürliche Sexualität

Über den Hygiene-Fimmel der Amerikaner konnten sich Europäer lange belustigen, doch mittlerweile eifert man hierzulande dieser kollektiven Neurose mit aller Kraft nach. Wurden die ersten Intimrasuren noch mit einer Lust an ungewohnter Nacktheit begründet, ist der Kampf gegen die natürliche Behaarung mittlerweile nahezu Mainstream geworden. Und es geht oft nicht mehr um Lust, sondern angeblich um Hygiene (sachlich betrachtet ist das Unsinn!), vor allem aber wohl um das Gefühl, der “angesagten” Mode zu folgen: in sein, dabei sein - wie immer eben. Die Kosmetikindustrie freut sich und in der U-Bahn hängen Plakate, die “voll finanzierte” Laser-Enthaarungen anbieten - schöne neue Welt!

Logo der Gruppe natürlicher SexEin wenig gegen den Stachel löckt nun Gerd vom hier schon öfter zitierten Blog PROMISC. Er hat im JoyClub eine “Gruppe” eröffnet mit dem programmatischen Namen “Natürliche Sexualität”. Im Beschreibungstext heißt es:

- Körper und Sex ‘natürlich’ lieben -

Die Erotik des natürlichen Körpergeruchs, die betörende Wirkung des natürlichen intimen Geschmacks, die Ästhetik eines vollen weiblichen Schamhaardreiecks, hingebungsvolle Lust auch während der Menstruation, die alle Sinne umfassende Liebe zum weiblichen und männlichen Ejakulat u.v.a.m. - Affinitäten welche es in Zeiten von Deo, Duschen vor + nach dem Sex, Ablehnung von Sperma, Schamlippen-Korrektur, Intimrasur & Co. schwer haben, Akzeptanz und ein passendes Gegenüber zu finden.
Diese Gruppe richtet sich in erster Linie als eine Art Refugium an Menschen, welche sich und das Gegenüber ‘à la Mutter Natur’ zum Fressen gern haben, darüber unbeschwerter als anderswo reden und sich gegenseitig auch leichter finden wollen.
Aber auch an Menschen, welche sich was diese Themen angeht selbst etwas ‘entspannen’ und informieren wollen.

Da die Gruppe noch recht neu ist, aber schon fast 50 Teilnehmer/innen hat, finden noch engagierte Diskussionen rund um das kontroverse Thema statt - allerdings tiefer schürfend als die üblichen Schlag-Abtausch-Runden zweier Lager, die einander ihre Glaubenssätze um die Ohren hauen.

29. Juli 2009

Erophil - das Festival für erotische Literatur

Erophil - das Festival für erotische LiteraturVom 23. bis zum 25. Oktober wird die Erophil, das Festival rund um die Leselust aus Leidenschaft stattfinden - und zwar in Berlin! Die Ankündigung klingt vielversprechend:

“Wir wollen einen Einblick geben in zeitgenössische und klassische Literatur zu einem ganz speziellen Thema. Literaturproduzenten und Lesern, Schriftstellern und Verlagen, Konsumenten und Händlern bieten wir eine Plattform zum Kommunizieren ebenso wie zum Goutieren. Über den literarischen Bereich hinaus präsentieren wir auch angrenzende Genres wie Comic, Fotografie, Illustration und Bildende Kunst. Dabei wird Erophil mit seiner Fokussierung auf das Thema eine Branche vorstellen, die in ihrer Vielfalt bislang noch kein gemeinsames öffentliches Forum hatte. Mit der Etage am Kottbusser Damm haben wir einen Veranstaltungsort jenseits des etablierten Literaturbetriebes gefunden, der uns zu kreativer Arbeit in Werkstattatmosphäre inspiriert und uns zugleich, nicht zuletzt im Interesse der Aussteller, eine enge Kalkulation ermöglicht.”

Gegen das Schattendasein in der Schmuddelecke

Das Projekt erophil entstand aus der Erfahrung, daß in Deutschland Erotikliteratur fälschlicherweise immer noch ein Schattendasein in der Schmuddelecke führt.
In Frankreich ist man stolz auf zeitgenössische Autoren wie Olivier Py, Philippe Dijan oder Pauline Réage. Führende Vertreter der Academie Française können sich ohne Verlust ihres Ansehens zu ihrer Vorliebe für Erotikliteratur bekennen. Dagegen gelten die Lektüre und das Interesse an erotischer Literatur hierzulande immer noch als anrüchig. Häufig “Bückware” – im besten Falle in eigens eingerichteter Ecke – ist erotische Literatur oft nur unter dem skeptisch-abschätzigen Blick des Buchhändlers erhältlich, solange ihr nicht das Siegel der klassischen Weltliteratur anhaftet, wie dies bei Marquis de Sade oder Jean Genet der Fall ist.

Mit der erophil wollen die Veranstalter das Genre aus seiner Nische führen und die künstlerische Bandbreite klassischer und moderner Erotikliteratur einem größeren Publikum nahe bringen. Eine Grenze zwischen homo- und heterosexueller Literatur wird es nicht geben - gut so!

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