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Ars Vivendi  - Erotische Mode, Literatur und Kunst

Erotische Kunst von Ars Vivendi

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11. Januar 2012

Werde zur geglätteten Hungerharke mit Fotoshop!

Fotoshop by Adobé from Jesse Rosten on Vimeo.

Dieses Werbe-Video ist NICHT real - genauso wenig wie die aktuellen Standards für “Schönheit”.

Körper-Styling statt Sex

Das Video hab’ ich hier eingebunden, weil es gut zu Forschungsergebnissen der Sexualwissenschaftlerin Dr. Aglaja Stirn passt. Sie leitet eine psychosomatische Klinik und trug auf dem Kongress “Buddha - Sex - Leidenschaft” Zahlen zum Sexualleben der Deutschen vor, die Aufsehen erregten. Zum Beispiel diese:

Im Durchschnitt haben Paare heute 40 Prozent weniger Sex als vor 20 Jahren. Dies korreliere mit der Zunahme eines “Nichteinverstandenseins” mit dem eigenen Körper, erklärte sie. “Der Trend ist, unsere Energie in die Veränderung, Gestaltung und Kontrolle unseres Körpers zu stecken, wie z.B. durch Fitnesstraining, Piercings und Schönheitsoperationen, anstatt die Nähe anderer Menschen zuzulassen”.

Quelle: Connection Special TANTRA 1/2012, S.65

9. Januar 2012

Sexualität und Identität - Connection Tantra 1/2012

Das halbjährlich erscheinende TANTRA-Special aus dem Connection-Verlag ist wahrlich mal wieder eine kleine Lobeshymne wert. Anders als es das Vorurteil meint, geht es da nicht um “Tantra-Sex” im Sinne eines meditativ zu vollziehenden Akts in geschmückter und Räucherstäbchen-geschwängerter Umgebung.  Das Heft versammelt wieder eine ganze Reihe wirklich spannender Themen, die man so in anderen Medien kaum je findet.

Wer bin ich als sexuelles Wesen? Nicht nur Pubertierende, Bisexuelle, sich outende Homosexuelle, Transsexuelle und Transgender treibt diese Frage um, auch »ganz normale« Heteros fragen sich: Bin ich eine richtige Frau? Ein richtiger Mann? Was soll, darf und will ich als sexueller Mann, als sexuelle Frau denken, fühlen, sagen und tun? Bin ich so, wie ich bin, richtig? Der Schlüssel zum Sex ist unser Selbstverständnis, dem wir mittels der tief schürfenden, aber dennoch gut zu lesenden Artikel einmal umfänglich nachsinnen können.

Hier als Appetitmacher einige der Heft-Themen:

Das ganze Inhaltsverzeichnis findet sich auf den Connection-Seiten, wo man das Heft natürlich auch bestellen kann.

5. Dezember 2011

Drei Erotik-Surftipps im Dezember

1. SHOP: Higheels, Toys, Dessous - und jede Menge Info:

Würdet Ihr von einem Toy-Shop erwarten, dass er auch Infos über Sex-Spielzeuge im Eigenbau zur Verfügung stellt? Ich nicht! Genau das bietet allerdings der PrivateJoy Erotikshop, womit er mir erstmal sehr positiv aufgefallen ist. Es macht einfach sympathisch, wenn nicht jedes abgebildete Zeichen dem Kommerz dient, sondern “Beratung” auch dann geleistet wird, wenn das Befolgen des Rats nicht unbedingt den Umsatz erhöht. Nun, PrivateJoy ist weit mehr als ein Toy-Shop: die Informationsdichte ist für einen Shop sehr hoch und noch dazu übersichtlich gegliedert. Ein “Produkt-Wiki” erläutert dem Unkundigen  Dildos, Highheels, Wonderbras, Dongs und sogar “Taschenmuschis”.  Im Beratungs-Bereich gibt es Tipps und Inspirationen, wie sich all die interessanten Dinge anwenden lassen und wie man sie pflegt. Wer mag, kann sich auch als Toy-Tester bewerben. Alles in allem ein Shop, den ich wieder besuchen werden, wenn ich noch nicht ganz genau weiß, was ich will.

2. BLOG: Berichte aus dem Swingerclub

Kontroverse Themen und selbst erlebte Geschichten bietet das ohne Frage unterhaltsame Swingerblog eines jungen Paares aus Berlin. Der kritische Beitrag über lebende Buffets im Swingerclub wirft die Frage auf, inwieweit eine Frau dem gängigen Schönheitsideal entsprechen muss, um - mit Orangen- und Bananenstückchen belegt und Sahne-verziert - als kalte Platte dienen zu dürfen. Dieser, wie auch die anderen Beiträge entstammen dem abenteuerlichen Swinger-Leben des Paares, das eben nicht nur aus lauter Lust und Freude bei an den Club-Besuchen besteht. Wär’ dann ja auch langweiliger, jedenfalls für die Leser.

3. GEWINNSPIEL: Die Weihnachtsverlosung 2011:

Bis zum 22.Dezember verlost Erosa (”das Portal für die schönsten Seiten der Erotik”) erotische Geschenke im Gesamtwert von 1700,- Euro. Im zugehörigen Blog wird täglich ein Geschenk und dessen Sponsor vorgestellt. Um an der Verlosung teilnehmen zu können, muss eine Frage per E-Mail beantwortet werden, die niemanden überfordern dürfte. :-) Wer sich für die Toys nicht erwärmen mag, dem seien die alten Erosa-Magazin-Ausgaben (Bereich “Story”) empfohlen, die alle noch online sind und gute erotische Geschichten anbieten: literarische Storys, kein Porno. Aber trotzdem per Uhrzeit und Perso-Check “jugendgeschützt”.

11. November 2011

Eifersüchtig auf einen Vibrator?

Der Menschen Psyche treibt schon seltsame Blüten, insbesondere in Zuständen der Verliebtheit, aber auch in Partnerschaften, in denen das Selbstwertgefühl stark vom “gelingenden Sex” abhängt. Wobei dieses “Gelingen” oft von mindestens einem der Beteiligten sehr konkret mit Bedingungen versehen wird.

Beispiel? Ich konnte es kaum glauben, doch gibt es wirklich Menschen, die erwarten wie selbstverständlich, dass jegliche Eigen-Sexualität des Partners enden müsse, weil es ja nun die Gelegenheit zu gemeinsamem Sex gibt. Sämtliche Do-it-Yourself-Freuden sollen entfallen, bzw. werden, sollte der Partner doch dabei “erwischt” werden,  fast wie eine Art “fremd gehen” bewertet.  Ja, es gibt wirklich Männer, die auf einen Vibrator eifersüchtig sein können! Den ganzen Beitrag lesen »

7. Oktober 2011

Leseabend: Müffelsocken, Sex und Aberglaube

Das Herz ist ein einsamer Jäger - oder ein dunkler Wald. Johanna Merhof fackelt nicht lange und wirft in ihrer Erfolgskolumne auf  Welt-Online jede Woche Licht auf die Abgründe des großstädtischen Liebeslebens, auf schmutzige Geheimnisse und erhellende Wahrheiten. Sie hat Träme, ist neugierig und will wissen, wie es in einem Sexshop aussieht und ob frau von Männern etwas über Liebe lernen kann.

So jung die Autorin auch ist, plaudert sie dabei aus dem Nähkästchen, kennt so den Fluch der Müffelsocke und weiß, daß Aberglaube auch nur ein Glaube ist. Johanna Merhof erzählt in ihrem Debütbuch von der Liebe und von deren engsten Verbündeten: der Leidenschaft, dem Mut, der Nacht, der Sehnsucht, der Ekstase und der Musik.  “Tanz so lange, bis du den Beat der Welt in deinen Venen weißt”, raunt der Pirat in mein Ohr, “dann verstehst du, was Heartcore ist.”

“Liebende sind die wahren Rebellen”
, schreibt die Friedrichshainer Autorin und wird wohl auch beim Boxhagener Leseabend erklären, warum Liebe lernen eine Art Muskeltraining ist.

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Boxhagener Lese-Abend / Berlin Friedrichshain:
Heartcore - Liebe ist ein Aufstand. Lesung mit Johanna Merhof
Freitag, 21. Oktober, 20 Uhr, Café Karvana,
Gabriel-Max-Straße 4,10245 Berlin.

www.karvana.de, Eintritt 4,-

Und hier ein Interview mit Merhoff auf WELT-Online.

9. September 2011

Wie Paare die Erotik töten

In Sachen Erotik sind die meisten Themen ewig aktuell. Das gilt auch für das Problem der “Erotik im Alltag”. Dazu hab’ ich einen guten Beitrag entdeckt, zwar von 2009, doch gewiss niemals veraltet. Da unternimmt eine Frau mit den passenden Nicknamen “Sinnlichkeit” über “Sinnlichkeit im oder trotz Alltag:

“Paare schlafen in vielen Kulturen in gemeinsamen Betten, frühstücken, essen, schauen TV, machen sich gemeinsam für den Abend fertig. JedEr kennt jedEr Falte der/des Anderen, jedes Kleidungsstück, jedes Verhalten.

Erotik lebt von Überraschung und Überraschungen kommen plötzlich, sind Abwechslung und wirken erotisch, weil sie Sehn- und Erlebnis-Süchte befriedigen. Erotik stimuliert die Sinne, Alltag rationalisiert und mechanisiert Prozesse.

Paare, die gemeinsam leben, tun quasi alles, um Erotik unmöglich zu machen. Und doch hat es einen Vorteil, der diesen Weg legitimiert und dazu motiviert: Die Sicherheit, nicht betrogen zu werden, die Sicherheit, ihren/seinen Partner unter Kontrolle zu haben.

Erotik wird dann zum Ausbruch, oder der Ausbruch aus dem Alltag ist dann erotisch, ein sinnliches Erlebnis, weil es Überraschungen in sich birgt.

Die fremde Frau/der fremde Mann sind unbekannte und deshalb sehr wahrscheinlich starke Reize, stärker als das Bekannte, das Eroberte, das Gewohnte, das Alltägliche.”

Ja, so entwickelt sich das bei allzu vielen Paaren immer und immer wieder. Es wird schon lange darüber geschrieben, doch in der Hinsicht sind wohl viele “beratungsresisten”. Zu groß erscheint zu Beginn das beglückende Gefühl möglichst intensiver Nähe - und später, wenn man durchaus wieder mehr Abstand haben könnte, unterlässt man es, das auch anzusprechen und umzusetzen. Denn der Partner könnte ja denken, man liebe ihn nicht mehr… wie falsch und auch schade!

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